“Der Standort des Betrachters

gehört zum beschriebenen Sujet,

wie der Aussichtspunkt

zur Landschaft.“

Michael Oppitz, Notwendige Beziehungen. Abriss der strukturalen Anthropologie, 1975 / 1993

Das Museum

MENSCHEN
KULTUREN
GESCHICHTEN

Im Museum der Völker geht es um Menschen. Anhand kultureller Artefakte aus Afrika, Südostasien und Mitteleuropa werden Fragen zu Identität, Rollenbildern, zu (Über-)Leben, Spiritualität und Tod, … gestellt. Ziel des Museums ist es, im Dialog mit den Besucher_innen einen Reflexionsraum und Wissensspeicher zu bieten, über verschiedene Standpunkte nachzudenken und möglichst viele Stimmen zu Wort kommen zu lassen.

Grundlage dafür ist die Bewahrung, Erforschung und vor allem eine ständig aufs Neue ermöglichte Interpretation der Sammlungsobjekte und deren Bedeutung für jene, die sie gemacht, benutzt, gesammelt haben. 

Respekt ist die Haltung, mit der wir uns im Museum der Völker begegnen.

Museum im Wandel

Das Museum der Völker in Schwaz wurde 1995 als „Haus der Völker“ vom Fotografen und Autor Gert Chesi (geb. 1940 in Schwaz) gegründet, um seine auf zahllosen Reisen nach Westafrika und Südostasien gesammelten Objekte zu zeigen.

Einen Zeitraum von etwa 50 Jahren umfasst auch das fotografische Werk von Chesi, das sich zu einem kleinen Teil im Museum der Völker befindet. Seit 2013 produzierte Chesi über 30 Dokumentarfilme, die eine wesentliche Quelle für die von ihm gesammelten Objekte bilden.

1999 erhielt das, damals noch als Haus der Völker benannte Museum den Tiroler Museumspreis und den Anerkennungspreis im Rahmen des Österreichischen Museumspreises.

2014 wurde dem Museum der Völker das Österreichische Museumsgütesiegel durch ICOM Österreich ausgestellt.

2013 erhielt das Museum einen vom Land Tirol finanzierten Erweiterungsbau. Im Dezember 2016 übergab Chesi über 950 Objekte aus seiner Sammlung und einen Teil seiner Bibliothek der Stadt Schwaz als Schenkung und zog sich aus der Museumsleitung zurück.

Mit der Neuorganisation des Kulturvereins einher ging die Bestellung einer neuen Museumsleitung. Lisa Noggler-Gürtler initiierte die Transformation des Sammlermuseums. Im Vordergrund stehen neben musealen Aufgaben, wie die Inventarisierung der Objekte, die Klärung von Provenienzfragen, auch die Umsetzung eines Ausstellungskonzepts, das neue Wege im Ansprechen von Besuchern geht. Das Museum wird als Ort gesehen, an dem gesellschaftliche Fragen möglichst vielstimmig und in unterschiedlichen Formaten verhandelbar sind.

St. Martin

Die erste Kapelle zum Heiligen Martin wurde zu Beginn der Hochblüte des Silberbergbaus 1444 errichtet, 1510 entstand dort eine neue Kirche, 1522 zogen die ersten Nonnen in das von den Franziskanern betreute neuerbaute Frauenkloster. In der Kirche zu St. Martin befinden sich heute noch die vom Schwazer Maler Christoph Anton Mayr 1764 geschaffenen Fresken. Kaiser Joseph II, verfügte die Schließung des Klosters, dessen Räumlichkeiten nachfolgend das Berggericht und eine Kaserne beherbergten. Zwischen 1786 und 1806 hatte St. Martin kurzzeitig den Status einer eigenen Pfarre, wurde dann wieder an Schwaz angegliedert und in Folge der Tiroler Freiheitskriege 1811 aufgelöst.

1825 richtete das Land Tirol ein Zwangsarbeitshaus für Männer und Frauen ein, später eine Straf- und Besserungsanstalt für Frauen und ab 1928 ein Erziehungsheim für Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 20 Jahren. Mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Landeserziehungsheim zeitweise bis 110 schulentlassene Mädchen aufgenommen, welche in der heimeigenen Wäscherei, Näherei, Landwirtschaft oder Küche oder im so genannten „Außendienst“ eingesetzt wurden. Wenige besuchten die Haushaltungsschule; eine Berufsausbildung wurde ihnen wiewohl gesetzlich vorgesehen kaum ermöglicht. 1991 kam es zur Schließung des Heims, gegen das bereits in den 80er Jahren protestiert wurde, um 1992 das Sozialpädagogische Zentrum St. Martin mit verändertem Konzept, 2013 zudem neu renoviert, wieder zu eröffnen. In mehreren Kinder- und Jugendwohngemeinschaften werden junge Menschen in und außerhalb der Einrichtung betreut.

Am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck erfuhr die Heimgeschichte eine breite Aufarbeitung.

Wissenschaftliches Kuratorium

Dr. Karl Berger Tiroler Landesmuseen, Leiter Volkskunst
museum Innsbruck

Ao. Univ.-Prof. Dr. Helmut Eberhart Universität Graz, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie

MMag. Bernhard Mertelseder, MA Leiter Archiv der Stadt Schwaz, wissenschaftlicher. Mitarbeiter Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universtität Innsbruck, Tiroler Bildungsforum

Dr. Gabriele Rath Rath & Winkler – Projekte für Museum und Bildung

Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Eric Sidoroff Universität Innsbruck, Institut für Gestaltung, Studio 2

Das Team

Mag. Lisa Noggler-Gürtler

Geschäftsführung, Kuratierung, Programmerstellung, Kontakt zu Fördergebern und Sponsoren, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, Forschung, Besucher_innenservice

Bianca Ober

Kulturvermittlung, Recherche, Besucher_innenservice

Monika Kietzmann

Marketing und Kommunikation, Objektbetreuung, Leitung Shop und Café, interne Services, Besucher_innenservice

Christian Springer

Registratur, Bibliothek, interne Services, Besucher_innenservice, Aktualisierung Homepage, Café

Sei Teil vom MdV

Der Kulturverein Museum der Völker bietet kultur- und dialoginteressierten Menschen einen vielfältigen, spannenden und anregenden Ort des Austausches. In einer Vielzahl von Veranstaltungen ist das Museum ein offener Raum kultureller Begegnung. Seien Sie ein Teil davon!

Arten der Mitgliedschaft

Einzelmitlgiedschaft € 30,-
Familienmitgliedschaft € 40,- (Eltern mit Ihren Kindern bis 16 Jahre)
Junior / Student € 15,- (6. – 27. Lebensjahr) (ab 15 mit Schüler-, Lehrlings- oder Studentenausweis)
Förderer € 180,- (mit zusätzlichen Vorteilen)

Wir freuen uns über neue Mitglieder
Vorteile für MdV Friends

– ganzjährig freier Eintritt ins Museum

– Ermäßigung bei Veranstaltungen des Museums
(Vorträge, spezielle Führungen, Workshops, etc.)

– Zusendung des Newsletters

– Zusendung der Einladung zu Ausstellungseröffnungen, Matinées, Begleitprogramm zu Ausstellungen

– mit Ihrer Mitgliederkarte erhalten Sie

ermäßigten Eintritt bei folgenden Institutionen:

  • Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

  • Schell Collection, Graz

Weitere Kooperationen sind in Ausarbeitung

Jobs & Praktika

Dialog findet auf vielen Ebenen statt – nicht nur mit den Besucher_innen.

Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit im Rahmen eines Praktikums, in Bezug

auf Recherchearbeiten zu ausgewählten Objektgruppen oder Ausstellungsthemen.  Vorwissenschaft-liche Arbeiten, Seminar-, Master- oder Doktoratsarbeiten unterstützen wir gerne.

Kontaktieren Sie uns über den Infopoint

Vermietung & Events

Sie suchen ein originelles Lokal?
Wir haben vielleicht genau das richtige für Sie:
Das Café Museum der Völker

Das Café kann für Veranstaltungen und Feiern verschiedenster Art gemietet werden: Firmenfeier, Familienfeier, Weihnachtsfeier, Meeting, Tagung, Besprechungen, Jubiläum.

Mit der integrierten technischen Ausstattung wie Mikrofon, Beamer, Leinwand, Lautsprecher können auch Vorträge, Filmpräsentationen, Konzerte, etc. veranstaltet werden.

Je nach Bestuhlung bietet das Café Platz für bis zu 70 Personen.
Das Café kann mit und ohne Museumseintritt und Museumsführung gebucht werden, ebenso internes oder externes Catering.

Weiters steht im 2. Stock je nach Ausstellungsprogramm auch ein Saal für bis zu 100 Personen zur Verfügung.Die Veranstaltungsräume können von MO-MI ganztags und abends und DO-SO abends ab 17.00 gemietet werden.
Kleine Feiern im Café (wie ein Frühstück für Freunde und Familie) können auch während der Öffnungszeiten auf Anfrage organisiert werden.

CATERING, BEWIRTUNG UND PROGRAMM stellt das Museums-Team ganz individuell nach Ihren Wünschen mit Ihnen zusammen und schnürt ein passgenauer Konzept.

Preise

Die Preise verstehen sich ohne Catering und Getränke außerhalb der Öffnungszeiten

Miete Café
ohne Museumseintritt und Museumsführung ab € 150,-

Die Preise richten sich nach Länge der geplanten Veranstaltung, Personenanzahl, Programm.

Preise für Saalmiete im 2. Stock auf Anfrage.

Unser Netzwerk

Das Museum der Völker bietet, dank Fördergeber, Kulturpartner und zahlreicher Unterstützer – seien es Privatpersonen oder Unternehmen – den Besucher_innen ein vielseitiges Programm.

Kooperations- und Kulturpartner

Sammlungen & Forschung

Basierend auf den Sammlungen Chesi, Huber und kleineren Objektschenkungen an die Stadt Schwaz werden in Kooperation mit anderen Museen und Sammlungen nicht nur spannende Ausstellungen und Vermittlungs- wie Veranstaltungsprogramme entwickelt, sondern auch die Forschung zu diesen Sammlungen vorangetrieben. Wichtig ist hier die Zusammenarbeit mit Expert_innen und Wissenschaftler_innen anderer ethnologischer Institutionen sowie Universitäten und Museen.

Sammlung Chesi, Stadt Schwaz

Die Sammlung Chesi, Stadt Schwaz, besteht aus rund 950 Objekten und etwa 600 Büchern, die der Fotograf und Journalist Gert Chesi 2016 der Stadtgemeinde Schwaz als Schenkung überlassen hat. Die Exponate stammen vorwiegend aus Westafrika und Südostasien. Sie werden in den nächsten Jahren im Rahmen einer umfassenden Inventarisierung beforscht, ihre Provenienz, Datierung und der Zustand erhoben.

Sammlung Huber, Stadt Schwaz

Rund 100 Objekte aus Äthiopien frühes 19. Jh. – Mitte des 20. Jh.

Dauerleihgaben

Ein Drittel der Objekte, die im Museum gezeigt werden, sind Leihgaben aus verschiedenen anderen Sammlungen:

Schell Collection, Graz

Spezialmuseum für Schlösser, Schlüssel, Kästchen, Kassetten und Eisenkunstguss in Graz;

Sammlungsobjekte aus Westafrika und Südostasien, die früher im Museum der Völker gezeigt wurden, werden jetzt als Leihgaben immer wieder präsentiert.

Provenienzforschung

Nicht nur in der historischen Forschung, sondern auch in ethnologischen Museen oder solchen zu Sammlungsobjekten mit ethnografischem Hintergrund ist Provenienzforschung in Bezug auf Herkunft, Erwerb, Gebrauchskontext der Objekte ein wichtiges Thema. 

Rund um die systematische
Aufarbeitung als museales 
und wissenschaftliches Desiderat der Sammlungsobjekte werden in einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt in Zusammenarbeit mit Forscher_innen und dem Stifter der Sammlung, Gert Chesi, Details zu den einzelnen Exponaten zusammengetragen und in einer Museumsdatenbank registriert. 

Besuche unsere Ebenen

OG 3
OG 2
OG 1
EG

Förderer & Unterstützer

Der Standort des Betrachters

gehört zum beschriebenen Sujet,

wie der Aussichtspunkt

zur Landschaft.“

Michael Oppitz, Notwendige Beziehungen .Abriss der strukturalen Anthropologie 1975 / 1993

Das Museum

MENSCHEN
KULTUREN
GESCHICHTEN

Im Museum der Völker geht es um Menschen. Anhand kultureller Artefakte aus Afrika, Südostasien und Mitteleuropa werden Fragen zu Identität, Rollenbildern, zu (Über-)Leben, Spiritualität und Tod, … gestellt. Ziel des Museums ist es, im Dialog mit den Besucher_innen einen Reflexionsraum und Wissensspeicher zu bieten, über verschiedene Standpunkte nachzudenken und möglichst viele Stimmen zu Wort kommen zu lassen.

Grundlage dafür ist die Bewahrung, Erforschung und vor allem eine ständig aufs Neue ermöglichte Interpretation der Sammlungsobjekte und deren Bedeutung für jene, die sie gemacht, benutzt, gesammelt haben. 

Respekt ist die Haltung, mit der wir uns im Museum der Völker begegnen.

Museum im Wandel

Das Museum der Völker in Schwaz wurde 1995 als „Haus der Völker“ vom Fotografen und Autor Gert Chesi (geb. 1940 in Schwaz) gegründet, um seine auf zahllosen Reisen nach Westafrika und Südostasien gesammelten Objekte zu zeigen.

Einen Zeitraum von etwa 50 Jahren umfasst auch das fotografische Werk von Chesi, das sich zu einem kleinen Teil im Museum der Völker befindet. Seit 2013 produzierte Chesi über 30 Dokumentarfilme, die eine wesentliche Quelle für die von ihm gesammelten Objekte bilden.

1999 erhielt das, damals noch als Haus der Völker benannte Museum den Tiroler Museumspreis und den Anerkennungspreis im Rahmen des Österreichischen Museumspreises.

2014 wurde dem Museum der Völker das Österreichische Museumsgütesiegel durch ICOM Österreich ausgestellt.

2013 erhielt das Museum einen vom Land Tirol finanzierten Erweiterungsbau. Im Dezember 2016 übergab Chesi über 950 Objekte aus seiner Sammlung und einen Teil seiner Bibliothek der Stadt Schwaz als Schenkung und zog sich aus der Museumsleitung zurück.

Mit der Neuorganisation des Kulturvereins einher ging die Bestellung einer neuen Museumsleitung. Lisa Noggler-Gürtler initiierte die Transformation des Sammlermuseums. Im Vordergrund stehen neben musealen Aufgaben, wie die Inventarisierung der Objekte, die Klärung von Provenienzfragen, auch die Umsetzung eines Ausstellungskonzepts, das neue Wege im Ansprechen von Besuchern geht. Das Museum wird als Ort gesehen, an dem gesellschaftliche Fragen möglichst vielstimmig und in unterschiedlichen Formaten verhandelbar sind.

St. Martin

Die erste Kapelle zum Heiligen Martin wurde zu Beginn der Hochblüte des Silberbergbaus 1444 errichtet, 1510 entstand dort eine neue Kirche, 1522 zogen die ersten Nonnen in das von den Franziskanern betreute neuerbaute Frauenkloster. In der Kirche zu St. Martin befinden sich heute noch die vom Schwazer Maler Christoph Anton Mayr 1764 geschaffenen Fresken. Kaiser Joseph II, verfügte die Schließung des Klosters, dessen Räumlichkeiten nachfolgend das Berggericht und eine Kaserne beherbergten. Zwischen 1786 und 1806 hatte St. Martin kurzzeitig den Status einer eigenen Pfarre, wurde dann wieder an Schwaz angegliedert und in Folge der Tiroler Freiheitskriege 1811 aufgelöst.

1825 richtete das Land Tirol ein Zwangsarbeitshaus für Männer und Frauen ein, später eine Straf- und Besserungsanstalt für Frauen und ab 1928 ein Erziehungsheim für Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 20 Jahren. Mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Landeserziehungsheim zeitweise bis 110 schulentlassene Mädchen aufgenommen, welche in der heimeigenen Wäscherei, Näherei, Landwirtschaft oder Küche oder im so genannten „Außendienst“ eingesetzt wurden. Wenige besuchten die Haushaltungsschule; eine Berufsausbildung wurde ihnen wiewohl gesetzlich vorgesehen kaum ermöglicht. 1991 kam es zur Schließung des Heims, gegen das bereits in den 80er Jahren protestiert wurde, um 1992 das Sozialpädagogische Zentrum St. Martin mit verändertem Konzept, 2013 zudem neu renoviert, wieder zu eröffnen. In mehreren Kinder- und Jugendwohngemeinschaften werden junge Menschen in und außerhalb der Einrichtung betreut.

Am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck erfuhr die Heimgeschichte eine breite Aufarbeitung.

Wissenschaftliches Kuratorium

Dr. Karl Berger Tiroler Landesmuseen, Leiter Volkskunst
museum Innsbruck

Ao. Univ.-Prof. Dr. Helmut Eberhart Universität Graz, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie

MMag. Bernhard Mertelseder, MA Leiter Archiv der Stadt Schwaz, wissenschaftlicher. Mitarbeiter Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universtität Innsbruck, Tiroler Bildungsforum

Dr. Gabriele Rath Rath & Winkler – Projekte für Museum und Bildung

Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Eric Sidoroff Universität Innsbruck, Institut für Gestaltung, Studio 2

Das Team

Mag. Lisa Noggler-Gürtler

Geschäftsführung, Kuratierung, Programmerstellung, Kontakt zu Fördergebern und Sponsoren, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, Forschung, Besucher_innenservice

Bianca Ober

Kulturvermittlung, Recherche, Besucher_innenservice

Monika Kietzmann

Marketing und Kommunikation, Objektbetreuung, Leitung Shop und Café, interne Services, Besucher_innenservice

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Der Kulturverein Museum der Völker bietet kultur- und dialoginteressierten Menschen einen vielfältigen, spannenden und anregenden Ort des Austausches. In einer Vielzahl von Veranstaltungen ist das Museum ein offener Raum kultureller Begegnung. Seien Sie ein Teil davon!

Arten der Mitgliedschaft

Einzelmitlgiedschaft € 30,-
Familienmitgliedschaft € 40,- (Eltern mit Ihren Kindern bis 16 Jahre)
Junior / Student € 15,- (6. – 27. Lebensjahr) (ab 15 mit Schüler-, Lehrlings- oder Studentenausweis)
Förderer € 180,- (mit zusätzlichen Vorteilen)

Wir freuen uns über neue Mitglieder
Vorteile für MdV Friends

– ganzjährig freier Eintritt ins Museum

– Ermäßigung bei Veranstaltungen des Museums
(Vorträge, spezielle Führungen, Workshops, etc.)

– Zusendung des Newsletters

– Zusendung der Einladung zu Ausstellungseröffnungen, Matinées, Begleitprogramm zu Ausstellungen

– mit Ihrer Mitgliederkarte erhalten Sie

ermäßigten Eintritt bei folgenden Institutionen:

  • Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

  • Schell Collection, Graz

Weitere Kooperationen sind in Ausarbeitung

Jobs & Praktika

Dialog findet auf vielen Ebenen statt – nicht nur mit den Besucher_innen.

Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit im Rahmen eines Praktikums, in Bezug

auf Recherchearbeiten zu ausgewählten Objektgruppen oder Ausstellungsthemen.  Vorwissenschaft-liche Arbeiten, Seminar-, Master- oder Doktoratsarbeiten unterstützen wir gerne.

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Das Café Museum der Völker

Das Café kann für Veranstaltungen und Feiern verschiedenster Art gemietet werden: Firmenfeier, Familienfeier, Weihnachtsfeier, Meeting, Tagung, Besprechungen, Jubiläum.

Mit der integrierten technischen Ausstattung wie Mikrofon, Beamer, Leinwand, Lautsprecher können auch Vorträge, Filmpräsentationen, Konzerte, etc. veranstaltet werden.

Je nach Bestuhlung bietet das Café Platz für bis zu 70 Personen.
Das Café kann mit und ohne Museumseintritt und Museumsführung gebucht werden, ebenso internes oder externes Catering.

Weiters steht im 2. Stock je nach Ausstellungsprogramm auch ein Saal für bis zu 100 Personen zur Verfügung.Die Veranstaltungsräume können von MO-MI ganztags und abends und DO-SO abends ab 17.00 gemietet werden.
Kleine Feiern im Café (wie ein Frühstück für Freunde und Familie) können auch während der Öffnungszeiten auf Anfrage organisiert werden.

CATERING, BEWIRTUNG UND PROGRAMM stellt das Museums-Team ganz individuell nach Ihren Wünschen mit Ihnen zusammen und schnürt ein passgenauer Konzept.

Preise

Die Preise verstehen sich ohne Catering und Getränke außerhalb der Öffnungszeiten

Miete Café
ohne Museumseintritt und Museumsführung ab € 150,-

Die Preise richten sich nach Länge der geplanten Veranstaltung, Personenanzahl, Programm.

Preise für Saalmiete im 2. Stock auf Anfrage.

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Das Museum der Völker bietet, dank Fördergeber, Kulturpartner und zahlreicher Unterstützer – seien es Privatpersonen oder Unternehmen – den Besucher_innen ein vielseitiges Programm.

Kooperations- und Kulturpartner

Sammlungen & Forschung

Basierend auf den Sammlungen Chesi, Huber und kleineren Objektschenkungen an die Stadt Schwaz werden in Kooperation mit anderen Museen und Sammlungen nicht nur spannende Ausstellungen und Vermittlungs- wie Veranstaltungsprogramme entwickelt, sondern auch die Forschung zu diesen Sammlungen vorangetrieben. Wichtig ist hier die Zusammenarbeit mit Expert_innen und Wissenschaftler_innen anderer ethnologischer Institutionen sowie Universitäten und Museen.

Sammlung Chesi, Stadt Schwaz

Die Sammlung Chesi, Stadt Schwaz, besteht aus rund 950 Objekten und etwa 600 Büchern, die der Fotograf und Journalist Gert Chesi 2016 der Stadtgemeinde Schwaz als Schenkung überlassen hat. Die Exponate stammen vorwiegend aus Westafrika und Südostasien. Sie werden in den nächsten Jahren im Rahmen einer umfassenden Inventarisierung beforscht, ihre Provenienz, Datierung und der Zustand erhoben.

Sammlung Huber, Stadt Schwaz

Rund 100 Objekte aus Äthiopien frühes 19. Jh. – Mitte des 20. Jh.

Dauerleihgaben

Ein Drittel der Objekte, die im Museum gezeigt werden, sind Leihgaben aus verschiedenen anderen Sammlungen:

Schell Collection, Graz

Spezialmuseum für Schlösser, Schlüssel, Kästchen, Kassetten und Eisenkunstguss in Graz;

Sammlungsobjekte aus Westafrika und Südostasien, die früher im Museum der Völker gezeigt wurden, werden jetzt als Leihgaben immer wieder präsentiert.

Provenienzforschung

Nicht nur in der historischen Forschung, sondern auch in ethnologischen Museen oder solchen zu Sammlungsobjekten mit ethnografischem Hintergrund ist Provenienzforschung in Bezug auf Herkunft, Erwerb, Gebrauchskontext der Objekte ein wichtiges Thema. 

Rund um die systematische
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und wissenschaftliches Desiderat der Sammlungsobjekte werden in einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt in Zusammenarbeit mit Forscher_innen und dem Stifter der Sammlung, Gert Chesi, Details zu den einzelnen Exponaten zusammengetragen und in einer Museumsdatenbank registriert. 

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OG 3
OG 2
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Förderer & Unterstützer

Museum der Völker

St. Martin 16
A-6130 Schwaz

+43 (0)5242 66090

info@museumdervoelker.com

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonntag 
10.00 bis 17.00 Uhr

letzter Einlass 16.15 Uhr

Kontakt

Das Team

Mag. Lisa Noggler-Gürtler

Geschäftsführung, Kuratierung, Programmerstellung, Kontakt zu Fördergebern und Sponsoren, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, Forschung, Besucher_innenservice

l.noggler@museumdervoelker.com

Bianca Ober

Kulturvermittlung, Recherche, Besucher_innenservice

b.ober@museumdervoelker.com

Monika Kietzmann

Marketing und Kommunikation, Objektbetreuung, Leitung Shop und Café, interne Services, Besucher_innenservice

m.kietzmann@museumdervoelker.com

Christian Springer

Registratur, Bibliothek, interne Services, Besucher_innenservice, Aktualisierung Homepage, Café

Museumsführungen jeden Sonntag um 14.00 Uhr.

Museum der Völker
Museum für Kunst und Ethnographie
St. Martin 16
A-6130 Schwaz
Tel. +43-5242-66090
Fax. +43-5242-66091

Ihre Anfrage

Prof. Gert Chesi

Der 1940 in Schwaz geborene Gründer des Museums und Stifter einer umfangreichen Sammlung Gert Chesi ist Fotograf und Filmemacher, Journalist und Autor.

Gert Chesi & das MdV

1960 gründet er den ersten Jazzclub Westösterreichs „Studio 12“ in Schwaz, der später unter dem Namen „Eremitage“ bis heute als Konzertort und Restaurant bekannt wird. Nach einer langen  Reise durch Afrika, der Veranstaltung von Musik- und Kulturfestivals in Schwaz und journalistischen Tätigkeiten für lokale, überregionale Medien und dem ORF, verbringt Chesi 1964 mehrere Monate im afrikanischen Spital von Albert Schweitzer. Neben Veröffentlichungen über Lambarene, Publikationen wie dem bekannten Werk „Die letzten Afrikaner“, beginnt seine Sammlertätigkeit. Weitere Reisen nach Indien, Afrika und Amerika folgen. In den 70er und 80er-Jahren richtet Chesi mehrere Foto-Ausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus und hält Vorträge in mehreren Ländern Europas. Nach einer Reise auf die Philippinen erscheint der Band „Geistheiler auf den Philippinen“. Umfangreichen Studien zum Thema Voodoo in Afrika und Haiti folgen Publikationen wie der in mehreren Sprachen übersetzte Bildband „Voodoo – Afrikas geheime Macht“, „Die Medizin der schwarzen Götter“, aber auch 1983 „Susanne Wenger – ein Leben mit den Göttern“. 

 

Ab 1984 ist Chesi Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck und unterrichtet Fotografie am Institut für Raumgestaltung. In den späten 80er und den 90er-Jahren reist Chesi nach Togo aber vor allem auch nach Bali, Thailand, Indien und Brasilien, wirkt in mehreren Ausstellungsprojekten mit und verkauft 1988 dem Völkerkundemuseum Frankfurt sein ethnografisches Fotoarchiv.

 

 

1995 wird das „Haus der Völker“ eröffnet, das die umfangreiche Sammlung Chesis aus Westafrika und Südostasien zeigt. Bis zum Umbau 2012 werden im Museum jährlich Sonderausstellungen eröffnet und zahlreiche Vorträge zu ethnologischen Themen gehalten. Chesis Reisetätigkeit führt ihn weiterhin nach Westafrika und Südostasien, seine Sammlungsankäufe sowie Ausstellungen mit Exponaten anderer Sammler werden im Museum gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem Völkerkundemuseum Hamburg und Berlin entstehen Ausstellungen außerhalb des eigenen Hauses. Neben weiteren Buchpublikationen produzierte Chesi seit 2013 fast 40 Dokumentarfilme, die eine wesentliche Quelle für die von ihm gesammelten Objekte bilden.

1999 wird das Museum mit dem Tiroler Museumspreis ausgezeichnet, Chesi erhält das Ehrenzeichen der Stadt Schwaz und 2001 den Berufstitel Professor. 

Mit Gerhard Merzeder veröffentlicht Chesi ab 2005 16 Ausgaben des deutschsprachigen Magazins für außereuropäische Kunst „A4“ sowie einen Bildband über die Nok-Kultur.

2013 wird das „Museum der Völker“ in einem durch das Land Tirol und der Stadt Schwaz finanzierten Neubau eröffnet. Chesis Sammlung, aber auch Objekte der Sammlung Schell aus Graz (ehemals auch Sammlung Chesi) und weitere werden präsentiert.

2016 übergibt Chesi rund 950 Objekte sowie etwa 600 Bücher der Stadt Schwaz als Schenkung. 

Gert Chesi - Filmografie

Gert Chesi hielt in bisher ca. 40 veröffentlichte Filmen seine reisen, spirituellen Rituale und Feste, sich verändernde Gesellschaften, Berufsgruppen, Kunstschaffende … fest. Chesi Filmografie, die nach der Schenkung seiner umfangreichen Sammlung an die Stadt Schwaz jährlich weiter anwächst, dokumentiert den Blick des Sammlers und offenbart seine Sicht auf afrikanische und asiatische Lebensweisen.

Alle Filme sind als DVD im Museumsshop des Museums der Völker verfügbar (Preis € 12,-)

Gerne sende wir Ihnen die DVD auch per Post zu. Ihre Bestellungen richten Sie bitte an info@museumdervoelker.com

ASIEN

– Königsstäde Asiens – Laos, Vietnam, Kambodscha

– Asien im Fest / Teil 1

– Asien im Fest / Teil 2

– Burma / Teil 1

– Burma / Teil 2

– Burma / Teil 3

– Chinatown Bangkok

– Miao – Eine Zeitreise

– Leben und Tod auf Bali

– Buddha in schlechter Gesellschaft

– Buddhas Glanz und Elend

– Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 1

– Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 2

– Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 3

– Das Lieder der Straße / Teil 2

– Die Farben Indiens / Teil 1

– Die Farben Indiens / Teil 2

– Die Geschichte der Ning

– Feste und Maskenkulte in Indien

– Indonesien: Bali, Flores, Sumba

– Indonesien: Batak, Toraja, Sumba

– Indonesien: Java, Alor, Sumatra, Mentawai

– Indonesien: Sumatra, Nias, Sulawesi

– Tanzende Schatten – Puppentheater in Thailand

AFRIKA

– African Connection

– Afrika im Fest / Teil 1 Togo

– Afrika im Wandel 1

– Afrika – Menschen, Mythen, Traditionen

– Afrika im Wandel 2

– Alice Mettler – Mein Leben in Afrika

– Äthiopien – Eine Zeitreise

– Das Lied der Straße / Teil 1

– Die Friseurinnen von Avepozo

– Die Irre von Avepozo

– Die Medizin der schwarzen Götter / Teil 1

– Die Medizin der schwarzen Götte / Teil 2

– Künstlerportäts Afrika

– Made in Africa

– Togo im Tanz

– Voodoo – Die Magier der Erde

– Das Voodoo-Tagebuch