Illustration: Erik Norden


Das MUSEUM DER VÖLKER in Schwaz beherbergt eine ethnografische Sammlung, die sich vor allem aus westafrikanischen und südostasiatischen Objekten zusammensetzt und die Interessen der Sammler widerspiegelt.

Mitten im Prozess der Neuausrichtung, laden wir zu einer öffentlichen Tagung und einem anschließenden Workshop ein, um den Weg, den das Museum seit der Wiedereröffnung im Herbst 2017 beschritten hat, zu reflektieren.

Dabei sollen aktuelle Fragen in Bezug auf Sammlungsobjekte außereuropäischer Provenienz, wie Verflechtungen von Kunstmarkt und privaten wie musealen Sammlungen, Kriterien wie Echtheit, Authentizität oder einem näher zu definierenden Kunstbegriff, zu brisanten Artefaktgruppen, die auf koloniale Strukturen verweisen, thematisiert werden. Wesentlich ist jedoch auch die Diskussion über Entwicklungspotentiale einer kulturhistorischen und kulturanthropologischen Ausrichtung der Museumstätigkeit „am Land“. Wir wollen der Frage nachgehen, welchen Beitrag das Museum zur Beziehungsarbeit hier gelebter Kulturen – so genannter autochthoner wie neu hinzukommender – und jener, deren Sammlungsobjekte sich im Museum befinden, leisten kann.


PROGRAMM


MONTAG, 22. OKTOBER 2018, 12.00 - 18.30ÖFFENTLICHE VORTRÄGE MIT DISKUSSION

12.00    Eintreffen, Kennenlernen 13.00    Begrüßung  Hans Lintner, Bürgermeister Stadt Schwaz Lisa Noggler-Gürtler, Direktorin Museum der Völker

13.30    Steven Engelsman Zur Neuorientierung Ethnologischer Museen Vortrag und Diskussion

14.30     Pause

15.00 – 17.30     Kurzvorträge  (max. 15 min. mit Diskussion 15 min.)

Regina Wonisch Zur Lage der ethnologischen Provenienzforschung Regula Tschumi Ethnologische Museen und Kunstmarkt am Beispiel Ghana Alexander Zanesco Mission und ethnographische Sammlung am Beispiel Tiroler Franziskanermissionen in Guarayos/Bolivien Stefania Pitscheider Soraperra Das Museum „am Land“ - ein Ort gesellschaftlicher Relevanz am Beispiel des Frauenmuseum Hittisau

18.00    Résumé Gottfried Fliedl, Moderation Anita Berner, Graphic Recording



DIENSTAG, 23. OKTOBER 2018, 9.00 – 13.00 UHRGESCHLOSSENER WORKSHOP

(bei Interesse senden wir gerne ein „Ergebnisprotokoll“)


Gottfried Fliedl, Lisa Noggler-Gürtler 

Moderation

Mit den Vortragenden, weiteren Gästen, dem wissenschaftlichen Kuratorium des Museums zu folgenden Themen:  - Was kann und soll ein Museum „auf dem Land“ vermitteln? - Wie lässt sich das Konzept, übergreifender „ethnologischer“ und historisch-anthropologischer Fragen zu thematisieren, weiter entwickeln – wie entwickeln sich „postkoloniale“ ethnologische Museen?  - Wie geht man mit der grundlegenden doppelten (durch Musealisierung und Herkunft vermittelten) Fremdheit der Objekte um? - Beratung bezüglich Expertise zu einzelnen Sammlungsgruppen


VERANSTALTUNGSORT:

Museum der Völker, St. Martin 16, 6130 Schwaz, info@museumdervoelker.com

KONTAKT

 

MUSEUM DER VÖLKER​

St. Martin 16

A-6130 Schwaz​

+43 (0)5242 66090

info@museumdervoelker.com​

ÖFFNUNGSZEITEN

Donnerstag - Sonntag 10.00 - 17.00 h

letzter Einlass 16.15 h

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