Kuratiert von Gert Chesi


Vernissage, 16. Januar 2016, 20:00 Uhr


Ausstellung 16. Januar – 13. März 2016



Alle Religionen anerkennen die Existenz des Bösen. Aus der Sicht synkretistischer

Glaubenswelten ist es durch Opferungen und Gebete beherrschbar. Die weiße Magie ist die Droge, mit deren Hilfe die schwarze bekämpft werden kann. Weißmagisch agierende Priester wollen heilen und Leben retten, schwarzmagische krank machen und töten. In Afrika, aber auch in Asien haben sich innerhalb aller Religionen Systeme entwickelt, die der Bekämpfung der schwarzen Magie dienen. Im Buddhismus wie im Christentum, im Animismus wie im Islam bemühen sich Magier und Priester durch Exorzismen das Böse zu bannen und zu vertreiben. Nicht immer gelingt das, sodass der Kampf auch nie abgeschlossen und das Böse auch niemals besiegt werden kann. Es begleitet uns ein Leben lang.


Im religiösen Umfeld haben sich zahlreiche Praktiken entwickelt, die mit Fetischen und zauberkräftigen Amuletten aber auch mit Heiligenfiguren und Weihrauch das Böse vertreiben. Unsere Ausstellung zeigt Objekte und Bilder aus dem Umfeld der Exorzisten, aber auch aus profanen Quellen. Plakate, die in Afrika noch mit der Hand gemalt wurden, bewerben Horrorfilme. In Nigeria haben sich Cineasten etabliert, die in ihren Filmen die grausamsten Szenarien zeigen, solche wie sie im schwarzmagischen Umfeld üblich sind. Da werden Föten gebraten und Menschen gepfählt. Was in Hieronymus Boschs düstersten Fantasien Gestalt annahm, findet eine Fortsetzung in den Riten der schwarzmagischen Kirchen.


Auch im Buddhismus existieren Höllendarstellungen und Objekte, die diesem Umfeld entstammen. Gert Chesi hat sie gesammelt und filmisch dokumentiert. Die Ausstellung im Museum der Völker zeigt in der „Studio Galerie“ Beispiele aus schwarzmagischen Kreisen.

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