Vernissage, 1. Oktober 2016, 20 Uhr

Ausstellung bis 20. November 2016


Kuratoren Gert Chesi, Alexander Sarlay


Die aktuelle Sonderausstellung (1. Oktober bis 20. November 2016) geht neue Wege. Waren es bisher ethnographische Stoffe und traditionelle Kleider, so zeigt das MDV diesmal, wie sich das Afrika der Gegenwart kleidet. Auf den Märkten finden sich die bunten Stoffe, die handgemacht oder industriell hergestellt, die Klassiker von morgen sein werden. Baumwolle aber auch Kunststoffe zieren die Menschen, deren Kleider schon immer Teil ihrer Identität waren. Prunkvolle „Bubus“ neben billiger Alltagsware, so zeigen sich die Märkte an der Westküste. Diesmal geht es nicht um ausgefallene Meisterwerke, sondern um Stoffe, die mit bunter Farbigkeit und verrückten Mustern faszinieren.


Teure Wachsdruck -Stoffe neben billiger Industrieware prägen ein Bild, das bunt und fröhlich, Ausdruck afrikanischer Lebensfreude ist. Kundenwünsche haben die Designer inspiriert, fantastische Abstraktionen, aber auch Alltagsgegenstände werden zu textiler Kunst. Andy Warhol ist als Künstler des banalen berühmt geworden. Lange vor ihm haben Afrikas Textildesigner den Alltag zur Kunst erhoben. Die traditionellen Schmalbandwebereien waren gestern. Heute dominieren Plastik und Baumwolle die Märkte. In Europa findet man afrikanische Dirndl Kleider in den Boutiquen, der Souvenirmarkt platzt aus allen Nähten und bedient sich weltweit afrikanischer Gestaltungsmuster.


Das Projekt wird unterstützt von Sparkasse Schwaz, Stadtwerke Schwaz, Tyrolit und gefördert durch das Land Tirol. Die Umsetzung des Projekts erfolgte in Kooperation mit SOS Kinderdorf Benin.




Bilder: © Gert Chesi

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