Ausstellung, 12. Oktober 2013 - 4. Mai 2014


Mit Sokey Edorh, Charly d'Almeida, Yves Apollinaire Pèdé, Didier Ahadsi, Tété Azankpo und Dominique Zinkpé



Die Sonderausstellung im Museum der Völker zeigt Arbeiten moderner westafrikanischer Künstler, die längst internationalen Standard erreicht und sich als Biennale-Teilnehmer oder Protagonisten großer Ausstellungen einen Namen gemacht haben.


Die großformatigen Werke werden beide Ausstellungsräume des Museums füllen, den Sonderausstellungsraum und die Studiogalerie. Es werden neue Arbeiten von Sokey Edorh, Charly d'Almeida, Luis Meque, Yves Apollinaire Pèdé, Tété Azankpo, Didier Ahadsi und Dominique Zinkpé zu sehen sein. Die Kriterien der Auswahl richteten sich nach Gesichtspunkten, die auch dem Museum der Völker eigen sind. Es ging um den Rückbezug zur Tradition, vor deren Hintergrund sie entstanden sind. Jede Kunst baut auf den Erfahrungen der Vergangenheit auf. Bei den Künstlern der Ausstellung „AFRIKA HEUTE!" spielt dieser Aspekt eine vorrangige Rolle. Die eigene Geschichte und die der Völker Afrikas neu zu interpretieren, sie in einem Rahmen zu zeigen, der die Gegenwart einschließt, das ist ein spannendes Unternehmen, dem sich diese Künstler verschrieben haben. Elemente aus der Tradition ihres Landes fließen ein, ohne dass die Gefahr von Plagiaten oder langweiligen Nachbildungen entsteht. Als Andeutung und Symbol durchdringen afrikanische Inhalte und Formen die Werke und bleiben dabei immer individuell, sie verleugnen nicht ihre Herkunft, zeigen aber auch, dass die Moderne Afrika längst erreicht hat und sie einer globalen Welt, in der die Grenzen zunehmend verschwimmen, gerecht werden. Es geht nicht darum, afrikanische Kunst zu zeigen, sondern den Aspekt der Grenzenlosigkeit zu betonen, der ihr innewohnt und der die Gegenwart Afrikas auch in anderen Belangen beschreibt. Seine Künstler sind wie die anderer Kontinente längst in neue Dimensionen aufgebrochen, nur die Wurzeln sind noch spürbar, als starkes Rückgrat geben sie den Werken Identität und Originalität. Bei aller Gemeinsamkeit sind sie doch eigenständige Hervorbringungen, die unverwechselbar jeden einzelnen Künstler als reife Persönlichkeit zeigen.

In Zusammenarbeit mit Sammlung Michael Drechsler, KunstTransit Berlin

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